Zu Gast bei Freunden
 
Eine echte Attraktion rund um den Campingplatz am Dreifelder Weiher: Die Teilnehmer des Ninjutsu-Camps, organisiert von ShoShin-Mitglied Sascha Uvira, 7. Dan. Zweieinhalb Tage Training mit einer Vielzahl an „Specials“ und natürlich Prüfungen. Mit dabei auch die ShoShin-Mitglieder Heero Miketta und Carsten Gilberg - letzterer gibt hier einen sehr persönlichen Rückblick auf das Westerwald-Camp in der Nähe von Hachenburg.
 
Zu Gast bei Freunden - Am  Wochenende vom 7.7.2006 bis
einschließlich 9.7.2006 waren wir mit einer größeren
Abordnung des 1. Karate-Club Leverkusen beim Ninja
 Matsuri to Bujutsu Camp 2006 in Dreifelden, Westerwald.
Mein ShoShin Projekt-Kollege Sascha Uvira, 7. Dan
Togakure-Ryo Ninjutsu, leitete diesen Lehrgang.
 
Schon die Vorbereitung hielt Hindernisse bereit:
Wir mussten uns bestimmte Trainingswaffen beschaffen.
Einige hatten wir schon, wie den Jo, Hanbo und Boken,
dann sollten wir noch Bogen (zum Bogenschießen) und
ein „Kyoketsu-Shoge“ mitbringen. Die wichtigste Frage:
Was ist das? Erst nach Internetrecherche und Telefonaten fanden wir heraus, dass es sich um eine alte, traditionelle Waffe der Ninja handelt. Wir holten uns die nötigen Daten aus dem Internet, um es uns selber zu fertigen - was nur Dank Bernd Leber am Ende tatsächlich klappte.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Am Freitag Nachmittag ging es endlich los. Treffpunkt war das Bujinkan Dojo Wirges, von dort ging es zum Campingplatz, wo wir die Zelte in einer Art Kreis aufbauten und direkt daneben mit Bambuslaternen unser Dojo errichteten. Ohne Dach, im freien. Die erste Trainingseinheit leitete dann Michael Schweizer, 6. Dan. Nach dem Aufwärmen mit Fall- und Rollübungen ging es mit  Taijutsu weiter, der Selbstverteidigung ohne Waffen. Die Bewegungen waren weich, aber sehr effektiv und schmerzhaft- und leiteten nahtlos über zum gemeinsamen Grillen am Abend.  
 
Am Samstag fing das Training um 10:30 Uhr an. Erst Fall- und Rollübungen, dann wieder Taijutsu. Später arbeiteten wir mit dem Hanbo (kurzer Stock). Leider hatten wir mit dem Wetter kein Glück, es fing an zu regnen - was uns als echte Krieger natürlich nicht vom Training abhalten konnte. Der strömende Regen durchnässte alle bis auf die Haut, und auch wenn das noch Spaß machte - irgendwann wurde der Regen zu stark.
Wir Karateka aus Leverkusen dachten
uns, wenn wir schon einmal nass sind,
dann macht es auch nichts mehr noch
ein bisschen nasser zu werden.
Den Elementen zum Trotz liefen wir noch
unsere bekannten Heian Katas. Zu unserem
Erstaunen blieben wir dabei nicht alleine.
Karate ist populär, und viele der anwesenden
Ninja konnten mitmachen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mit aufklarendem Wetter machten wir uns ans Bogen- und Blasrohrschießen, danach befassten wir uns mit dem Naginata (Speer) und dem Bo (Langstock). Zum Abklingen des anstrengenden Tages trainierten wir Taijutsu.
 
Abends teilten sich die Teilnehmer in Gruppen auf. Einige wollten das Spiel  Deutschland gegen Portugal am Radio hören und die anderen wollten es sich lieber anschauen. Wir Leverkusener fanden eine italienische Pizzeria (was für eine Ironie), in der wir uns das Spiel ansahen. Da Deutschland 3:1 gewann, war die Stimmung super. Es wurde bis in die späte Nacht gefeiert.
 
Am Sonntag wurde gefrühstückt und die Zelte abgebaut. Danach begann das letzte Training. Es wurde mit Taijutsu begonnen und dann kam endlich das langersehnte Training mit dem Kyoketsu Shoge. Wir sollten versuchen, einem Schwertangriff auszuweichen und dem Angreifer das Seil um die Handgelenke zu schwingen, um ihn so zu fesseln und dann mit dem Haken zu Fall zu  bringen. Schwierig, aber spannend.
 
Auf das letzte Training folgte die Verabschiedung: Ohne Tränen, denn schon jetzt steht fest, dass wir uns sicher wiedersehen werden. Es war ein rundherum gelungenes Wochenende, zu Gast bei Freunden.
7. bis 9. Juli: Bujinkan am Dreifelder Weiher